Einblick in unser Therapieangebot
Kunsttherapie
Die Kunsttherapie ist ein Behandlungsangebot, das es im St. Agatha bereits seit über 40 Jahren gibt. Durch kreative Gestaltungsprozesse können Patientinnen und Patienten Gefühle, Erinnerungen und innere Konflikte ausdrücken, erforschen und besser verstehen. Unter fachkundiger Anleitung ermöglichen Malen, Zeichnen, Modellieren oder andere künstlerische Techniken den Zugang zu eigenen Ressourcen, Stimmungen und Bedürfnissen ohne Worte zu finden. Der Fokus liegt auf dem Prozess des Gestaltens sowie dem Dialog zwischen Therapeutin oder Therapeut und Teilnehmenden, um Selbstwahrnehmung, Stressbewältigung, Emotionsregulation und Selbstwirksamkeit zu stärken. Die Kunsttherapie unterstützt individuelle Ziele wie Ausdrucksfähigkeit, Selbstreflexion, Motivation und Teilhabe am sozialen Leben. Sie wird je nach Bedarf in Gruppensettings angeboten und ist flexibel in verschiedene Behandlungskontexte integrierbar.
Musiktherapie
Musiktherapie ist eine erlebnisorientierte und handlungsorientierte Form der Psychotherapie, in der die Musik als nichtsprachliches Kommunikations- und Ausdrucksmittel genutzt wird.
Musik wird durch ihre vielfältigen Eigenschaften gezielt im Rahmen der therapeutischen Beziehung genutzt um psychische, körperliche und seelische Zustände zu verändern. In der Musiktherapie herrscht ein sehr weit gefasster Musikbegriff. Eingeschlossen sind Klänge, Rhythmen, Harmonien, Melodien, auch Geräusche und das Wahrnehmen von Stille.
Das Funktionsprinzip von Musiktherapie basiert auf nonverbalen Kommunikations- und Interaktionsmustern, die dem Spracherwerb vorausgehen. Der Umgang mit Musik ermöglicht es in einen vorsprachlichen Dialog zu treten, der an frühe, meist unbewusste emotionale Erfahrungen anknüpft. Die hohe Wirksamkeit der Musiktherapie beruht auf der emotionalen, kognitiven, körperlichen und zwischenmenschlichen Resonanzwirkung, durch die korrigierende Erfahrungen greifbar und reflektiert werden.
In der psychodynamisch orientierten Gruppenmusiktherapie wird Ihnen ein geschützter Begegnungs- und Spielraum angeboten, in dem über den leistungsfreien Umgang mit Musikinstrumenten und dem Hören von Musik die emotionale Erlebnisfähigkeit, interaktionelle Muster und bedeutsame Themenbereiche und Konflikte erkennbar und bearbeitbar werden. Die Musiktherapie lädt Menschen ein, die eigene psychische Verfasstheit und die anderer besser zu verstehen und neue emotionale, befriedigende Erfahrungen zu erproben und wieder selbstwirksam das eigene Leben mitgestalten zu können.
Ergotherapie
Ergotherapie ist ein medizinisch-therapeutisches Behandlungsangebot, das darauf abzielt, die Handlungsfähigkeit im Alltag zu stärken. Durch gezielte Aktivitäten und Übungen unterstützt sie Patientinnen und Patienten dabei, Fähigkeiten wie Feinmotorik, Koordination, Gedächtnis, Konzentration und Alltagskompetenzen wiederzugewinnen oder zu erhalten. In der Behandlung werden individuelle Ziele festgelegt (z. B. selbstständiges An- und Auskleiden, Haushaltsführung, Arbeitstätigkeiten) und alltagsrelevante, sinnvolle Aufgaben genutzt. Die Ergotherapie fördert außerdem die Motivation, das Selbstvertrauen und die Partizipation am sozialen Leben. Die Therapien finden in der Regel im Einzel- oder Gruppenformat statt.
Sport- und Bewegungstherapie
Sport- und Bewegungstherapie ist ein Behandlungsangebot, das durch gezielte körperliche Aktivitäten die Gesundheit und das Wohlbefinden fördert. Unter Anleitung qualifizierter Fachpersonen trainieren Patientinnen und Patienten Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination, verbessern die Herz-Kreislauf-Fitness und reduzieren Stresssymptome. Durch individuelle Ziele wird die Motivations- und Selbstwirksamkeit gestärkt, Alltagsaktivitäten werden besser bewältigt. Die Therapie findet in Einzel- oder Gruppenformaten statt und kann je nach Bedarf in der Klinik oder im Freien, beispielsweise im Garten oder am Rhein, durchgeführt werden.
Tanztherapie
Die Tanztherapie ist ein körperorientiertes psychotherapeutisches Verfahren. Sie geht von der Annahme aus, dass eine Einheit und Wechselwirkung zwischen körperlichen, emotionalen, psychischen, kognitiven und sozialen Prozessen besteht. Der Zugang und der Ausdruck über den Körper stellt eine Erweiterung der therapeutischen Möglichkeiten dar. Nicht nur tänzerische, sondern auch alltägliche Bewegungen können Hinweis sein für eigene Gefühle, Denkmuster sowie Handlungs- und Bewältigungskompetenzen. Im Gruppen- oder Einzelsetting lädt die Tanztherapie dazu ein, subjektives Erleben der eigenen Identität auf kinästhetischer, intrapsychischer und interaktioneller Ebene zu erfahren.